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05. September 2011 - Pressemitteilung

Einsatz für das DRK bei Großbrand

Großbrand vernichtet Bauernhof - Bewohner retten sich unverletzt – Sechs Rinder tot

Ein Großbrand in der Bad Bentheimer Bauerschaft Westenberg hat gestern das Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Hofes Bardenhorst völlig zerstört. Dabei entstand Sachschaden in Höhe von über 500000 Euro. Neben der Ortsfeuerwehr Gildehaus waren auch Feuerwehren aus Bad Bentheim und dem niederländischen de Lutte im Einsatz.

Fast zeitgleich hatten gegen 23.30 Uhr ein Lkw-Fahrer und die betroffene Familie den Brand bemerkt und über 112 Alarm ausgelöst, berichtete der Bad Bentheimer Stadtbrandmeister Günter Lindemann gestern auf Anfrage der GN. Dadurch konnten sich alle Bewohner des Hofes, darunter der betagte Altbauer, ins Freie retten. Zu diesem Zeitpunkt brannte es nach Polizeiangaben bereits an mehreren Stellen des Gebäudetraktes gleichzeitig.

Beim Eintreffen der Ortsfeuerwehr Gildehaus standen das Wohn- und das Wirtschaftsgebäude bereits lichterloh in Flammen. „Wir konnten nur noch Nebengebäude retten“, erläuterte Lindemann. Der Stadtbrandmeister hatte angesichts des Ausmaßes umgehend Vollalarm für Gildehaus ausgelöst und von der Ortsfeuerwehr Bad Bentheim die Drehleiter sowie zwei weitere Wagen mit Besatzung angefordert. Aus dem niederländischen Nachbarort de Lutte kamen zwei Feuerwehrfahrzeuge, darunter ein großes Tanklöschfahrzeug. Mit der Wasserversorgung habe es gut geklappt, so Lindemann. Es gab Wasser vor Ort für den Ersteinsatz, zusätzlich wurde ein einen Kilometer entferntes Reservoir über 2000 Meter Schlauchleitung erschlossen.

Trotz des optimalen Löscheinsatzes und der tatkräftigen Hilfe etlicher Nachbarn, die unter anderem mit einem Radlager Stroh aus den Gebäuden zogen, gab es traurige Szenen vor Ort. So bemühten sich die Feuerwehrleute nach Kräften, rund 40 Rinder aus dem brennenden Stall zu retten. Die meisten Tiere schafften es teilweise verletzt ins Freie. Sechs Tiere verendeten im Feuer oder an ihren Verletzungen. „Mehr war nicht zu machen“, bedauerte Lindemann.

Um die Bewohner kümmerte sich das örtliche DRK laut Lindemann in vorbildlicher Weise. Es wurde ein Zelt aufgebaut, in dem die betroffene Familie betreut wurde, die Feuerwehrleute bekamen Kaffee, Tee und Kaltgetränke.

Gegen 5.15 Uhr war der Einsatz mit rund 80 beteiligten Feuerwehrleuten beendet. Noch während der Löscharbeiten begannen Spezialisten der Kriminalpolizei mit ihren Ermittlungen, um die Brandursache feststellen zu können. Bislang sei die Brandursache nicht ermittelt worden, teilte die Polizei gestern Nachmittag mit. Weder eine technische Ursache noch eine Brandstiftung könnten ausgeschlossen werden. Brandursachenermittler der Polizei Nordhorn werden gemeinsam mit einem externen Brandsachverständigen am Dienstag vor Ort weitere Ermittlungen durchführen.

(C) Text und Fotos gn-online.de

5. September 2011 10:00 Uhr. Alter: 170 Tage